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Psilocybin

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In Lateinamerika werden psychoaktive Pilze seit Jahrtausenden als Medizin der Seele eingesetzt. Die ersten Aufzeichnungen und Artefakte werden auf die Jahre 1000–500 v. Chr. datiert. Zwischen den Jahren 1955-1985 gab die mexikanische Curandera María Sabina aus Oaxaca ihr indogenes Wissen an westliche Wissenschaftler weiter. Infolge dessen gewannen psychedelische Substanzen in den 1960er Jahren in Westen an Beliebtheit und es wurden weitreichende Studien zu ihrer Wirkung zur Bewusstseinserweiterung und Heilung chronischer Leiden begonnen. Diese kamen abrupt zum Halt, als LSD im Jahr1966 in den USA verboten und im Jahr 1971 in Deutschland als nicht verkehrsfähiger Stoff eingestuft wurde. Diese Einstufung darf aufgrund des geringen Suchtpotentials von psychedelischen Substanzen in Frage gestellt werden, insbesondere wenn man die freie Verfügbarheit von suchterzeugenden Substanzen wie Zucker, Kaffee oder Alkohol bedenkt.

Seit etwa 1990 erlebt die Halluzinogenforschung eine Renaissance. Sie scheint besonders erfolgsversprechend bei chronischen Krankheiten wie Depression, AngststörungenPosttraumatischen Belastungsstörungen, ADHS oder Sucht, für die die westliche Medizin bisher oft nur unzufriedenstellene Behandlungsmethoden bereitstellt. Die Universität Maastricht zum Beispiel führt umfassende Studien zur Wirkung von Psychedelika durch, und eine Studie des Imperial College London aus dem Jahr 2021 weisst darauf hin, dass eine hohe Dosis Psilocybin, verabreicht unter therapeutischer Aufsicht, mindestens genau so effektiv ist wie die Langzeiteinnahme anerkannte Psychopharmaka wie zum Beispiel Lithiumpräparate. Psychopharmaka können im Gegensatz zu Psiloybin allerdings schwere Nebenwirkungen hervorrufen wie Gewichtszunahme, Magen- und Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Herzrythmusstörungen oder Libidoverlust. Mehr zu dieser Studie könnt ihr in der Dokumentation "Psilocybin Medical Trial: The Healing Mushrooms (Medical Documentary) | Real Stories" erfahren, bei Veröffentlichung diese Webseite war die Doku frei auf Youtube verfügbar. 

Bei der Microdosing Methode wird über einen längeren Zeitraum eine geringe Menge einer psychedelischen Substanz, wie zum Beispiel Psilocybin, eingenommen. Eine Mikrodosis ist sehr klein und verursacht keine Halluzinationen. Microdosing kann die Stimmung und die Konzentration verbessern, die Kreativität steigern und die geistige Gesundheit verbessern.

Hinweis: In Deutschland gilt Psilocybin als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel zugelassen, siehe Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Der Besitz von und Handel mit Psilocybin-haltigen Pilzen ist damit in Deutschland strafbar.

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